Dieses aus dem Primeltal zum Schondellebach fließende Wasser stammt aus den Grubenbauen der ehemaligen Steinkohlenzeche Glückaufsegen. Die rostbraunen Ablagerungen bestehen aus Eisenocker (Rost), den das Grubenwasser aus tieferen Eisenschichten löst, die zwischen den Steinkohleflözen liegen. Die ganzjährig gehaltene Wassertemperatur von 13 - 15 Grad C weist auf den Ursprung aus tieferen, wärmeren Erdschichten hin. Fische und Insektenlarven können im Bach nicht überleben, da der Ockerschlamm ihre Atmungsorgane verstopft.
Der Steinkohlenabbau ging von Stollen und Schächten aus. Der 1725 auf Veranlassung des Freiherrn von Romberg an der tiefer liegenden Emscher in der Bolmke begonnene, später etwa 5 km weit nach Süden reichende Glückauf - Erbstollen diente zur Entwässerung und zum Abbau tieferer Flöze.
Nach Erschöpfung der Kohlenvorräte ging die Zeche Glückaufsegen 1842 mit dem Schacht Ephorus auf Tiefbau über, der durch die Wasserhebung mit Dampfmaschinen möglich geworden war. 1908 schloss sie sich mit den Nachbarzechen Felicitas und Crone zusammen und nahm 1920 in Brünninghausen eine Zentralschachtanlage in Betrieb. Mit Stilllegung des Bergwerks 1926 ersoffen die Grubenbaue.
Bei der Abdichtung des Stollens Christine & Schöndelle am Tierparkeingang um 1955 suchte sich das dort austretende Grubenwasser einen neuen Abfluss. Es trat dann im Primeltal mit hohem Druck aus, wobei vorübergehend sogar Steine und Kohlen hochgeschleudert wurden. Wenige Jahre vor 1975 verlegte die Quelle ihren Austritt spontan um rd. 25 m im Gelände.
Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier E.V.
- Arbeitskreis Dortmund -
mit Unterstützung der Siebdruckwerkstatt im Weichenwerk Witten
"Roter Bach" aus der Zeche Glückaufsegen